Gold-Münze Peru 10 Soles 1969 first strike

Discussion about Peru • 10 Soles de Oro

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Guten Tag,

 

seit über 40 Jahren bin ich im Besitz einer Goldmünze Peru 10 Soles 1969, offizielle Prägezahl 100 Stück. Mein Exemplar ist in Erstabschlags-Qualität (proof like).

Bis heute habe ich kein weiteres Stück, weder in Auktionen oder Händlerangeboten gesehen.

Da es sich um eine offizielle, nicht zu Sammlerzwecken geprägte Umlaufmünze, Zahlungsmittel handelt, würd mich einmal interessieren wie diese rare Münze in einwandfreiem Zustand zu bewerten bzw. gehandelt wird, werden könnte und wo diese Münze am besten zu verkaufen, anzubieten wäre.

Für Hinweise bin ich sehr dankbar. 

2019 wurde ein Exemplar für ~440 € verkauft. (Auktionen)
Die Auktion mit der PL Münze enthält mehrere Objekte somit müsste man ein wenig raten.

Für mich ist das heute nicht mehr realistisch zumal die Erhaltung der dort gezeigten Münzen zu wünschen übrig läßt.

Durch den gestiegenen Goldpreis dürfte der Sammleraufschlag moderner Stücke beim Verkauf eher gering sein. Wenn überhaupt.

Diese Meinung entspricht wohl eher einem Sammler, der nicht so recht unterscheidet zwischen neuen, modernen und nur zu Sammlerzwecken geprägten Münzen.

10 Soles Goldmünzen aus Peru sind historische Umlaufmünzen, die zwischen 1956 und 1979 geprägt wurden. Sie haben einen Nennwert von 

10 Soles und bestehen aus Gold. Es handelt sich um eine Umlaufmünze, die im Umlauf war, aber auch bei Sammlern und Anlegern beliebt ist.

Hallo zusammen

Der Einschaetzung, dass die 10 Soles Goldmuenzen “Umlaufmuenzen” gewesen sind, kann ich leider nicht ganz zustimmen.

Mein Hobby als Muenzsammler stammt aus meiner Jugend, die ich ab Ende  der 1960er Jahre in Peru verbracht habe. Ich habe damals nie Goldmuenzen im Umlauf gesehen; es wurde in Gespraechen auch nie Goldmuenzen erwaehnt, weil sie einfach nicht bekannt waren.  Die wenigen peruanischen Goldmuenzen aus der Zeit, die in meiner Sammlung liegen, wurden (damals von meinen Vater) direkt im Banco Central de Reserva oder Muenzhaendlern zum gaengigen Goldpreis gekauft.

Dass diese Muenzen im Rahmen des jeweiligen Emmissionsgesetzes des peruanischen Staates unter der Rubrik “Umlaufmuenze” in z.T.  sehr geringer Anzahl gepraegt wurden ist etwas anderes, und hat mit mehr mit einem Geschaeftsmodell zu tun, das viele Staaten benutzen:  Goldreserven in gepraegter Form im Rahmen des Gesetzes an den Mann zu bringen.

MfG

Pecuniae imperare oportet, non servire

Richtig,die Soles Stücke waren so wenig ‘Umlaufmünzen’ wie die ebenfalls kursgültigen Kruger, Tscherwonez oder Sovereigns etc. Große Händler wie Degussa oder ESG kaufen solche modernen Stücke  i.d.R. zum Tageskurs oder auch  nur  zum Einschmelzen.

Zu beiden letzten Beiträgen ist zu erwähnen, dass, wie auch in einem Kommentar schon gesagt, die Auflagenzahlen sehr niedrig waren. Hier die einzelnen Jahrgänge mit jeweiliger Prägezahl: 

1969 -100 Ex. / 1968 - 100 Ex. / 1967 - 3002 Ex. / 1966 - 2.601 Ex.  / 1965 - 4.000 Ex. / 1964 - 1.554 Ex. / 1963 - 3.372 Ex. / 1962 -1.676 Ex. / 

1961 - 1.634 Ex. / 1960 - 7.178 Ex. / 1959 - 1.103 Ex. / 1957 - 1.300 Ex. / 1956 - 5.410 Ex.

 

Auch ist es richtig, dass diese Goldmünzen ebenso als Anlagemünze und Sammlerstück gilt. Peru verfügt über erhebliche Goldreserven  und hat Goldmünzen als sog. Zweitwährung verausgabt.

 

Es ist dennoch so, dass diese Münzen als offizielles Zahlungsmittel galten aber wohl kaum, besser bzw. gar nicht im Zahlungsverkehr auftauchten sondern in den “Schubladen” von wenigen privilegierten Sammlern und  Kriesenerfahrenen verschwanden. Die absolute Minderheit hatte niemals eine Chance an ein solches Stück zu gelangen.

christianvl schreibt selbst von wenigen Goldmünzen, die sein Vater direkt oder von Münzhändlern vor Ort zum damaligen Goldpreis gekauft hat. Er war bestimmt nicht der erste und einzige, der das getan hat.

Mit Sicherheit ist davon auszugehen, dass die o. g. Auflagezahlen nicht mehr komplett vorhanden sind sondern aus Unwissenheit zu einem Großteil dem Schmelztiegel oder Schmelzofen zum Opfer gefallen sind. Somit kann man von einem europäischen Sammler als auch Händler nicht davon ausgehen, dass die bisher gezahlten Preise mit den wirklichen Preisen in Amerika und Süd-Amerika gleizusetzen sind. Ich habe für eine venezolanische Caciques de Venezuela Gold-Münze (Medaille, Ersatzwährung, Krisengeld)) vor Ort den 5fachen Preis gegenüber Deutschland erzielt.

 

Auch Sonderprägungen, -Münzen, z. B. BRD sind gültiges Zahlungsmittel, tauchen aber zu 99,9 % nicht im Zahlungsverkehr auf. Allerdings habe ich schon vor Jahrzehnten mal u. a. 5,- DM 1952 Germanisches Museum im Zahlungsverkehr bekommen. 

 

Jeder soll seine Meinung haben, dass ist auch gut so. Ich gehe als Sammler mit 50jähriger Erfahrung jedoch davon aus, dass die hiesigen Preise nichts mit der Qualität und Seltenheit spezieller Münzen zu tun haben. Oder warum gibt es so (entschuldigung) Bekloppte, die für eine 2,- Euro-Münze 2007 Bi-Metall Grace Kelly Monaco bis über 4.000,- Euro bezahlen bei eine Prägezahl von 20.001 Ex. ??? Reine Geldvernichtung in absehbarer Zeit.

 

Wünsche weiterhin viel Spaß und Erfolg beim sammeln

Die ursprüngliche Frage lautete was für ein Erlös für  das Stück zu erzielen sei. Dazu habe ich nur auf  die Fakten hingewiesen.  Die ‘Seltenheit’ und ‘Qualität’ einer Münze spielt bei der Preisfindung nicht immer die Rolle die die Besitzer des Stückes gerne hätten. 

Das mag zwar richtig sein, Preisvorstellungen wurden aber nicht genannt sondern vielmehr war die Frage ob jemandem bekannt ist wie hoch ein solches Stück zu bewerten ist bzw. gehandelt und nachgefragt wurde. Alle bisherigen Kommentare sind verallgemeinert und gehen nicht darauf ein. Natürlich kommt es immer auf Angebot und Nachfrage, Interesse für ein solches Stück an. Aus meiner Sicht kann dieses nur auf einer Auktion eines weltweit agierenden Auktionshauses für Münzen wie z. B. Künker oder Catawiki vorab geklärt werden.

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